Der griechische Philosoph und Staatstheoretiker Platon entwickelt in seinem Werk Politeia im 4. Jahrhundert vor Christus eine Theorie der Staatsformen, in der er von einem Verfassungskreislauf ausgeht, der schrittweise von der besten zur schlechtesten Verfassung führt. Durch Dekadenz, Tugendverfall und nachlassende Orientierung am Gemeinwohl werden gerechte Verfassungsordnungen korrumpiert.

Die Demokratie ist darin nach Aristokratie, Timokratie und Oligarchie die letzte Stufe vor der Tyrannei. Aufgrund der Vielfalt unterschiedlicher Wünsche und Werte in ihr kann irgendwann keine Ordnung mehr hergestellt werden. Uneingeschränkter Freiheitswille und Genusssucht werden ihr zum Verhängnis und bereiten die Bühne für Demagogen, die dem Volk schmeicheln und schließlich zu Tyrannen werden.

Demokratie lebt von informierter Beteiligung des Volkes. Die Wahlbeteiligung bei der letzten Nationalratswahl war die zweitniedrigste der zweiten Republik. Fake News und Populismus stehen auf der Tagesordnung.

Hat Platon recht? Und wenn ja, wie können wir diesem Verfall entgegenwirken?

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