Confirmation bias oder Bestätigungsverzerrung (Wason, 1960), ist die uns innewohnende Tendenz, Informationen so zu filtern und interpretieren, dass sie unsere vorgefertigte Meinung bestätigen. Wir fokussieren unsere Wahrnehmung entsprechend unserem Wunschdenken und blenden opponierende Informationen aus. Vor Wahlen tendieren Menschen dazu, nach Informationen zu suchen, die ihren bevorzugten Kandidaten in einem positiven Licht erscheinen lassen. Treffen wir eine Person zum ersten Mal, die wir aufgrund der Erzählungen eines Freundes als introvertiert einschätzen, werden wir ihr Verhalten dementsprechend wahrnehmen und interpretieren sowie unsere Gesprächsführung anpassen, sie also beispielsweise fragen, ob sie sich auf Partys unwohl fühlt.

Der Effekt zeigt sich am stärksten bei emotional aufgeladenen Themen, Hoffnungen und tief verwurzelten Überzeugungen. Bestätigungsverzerrungen führen zu einem übermäßigen Vertrauen in die eigenen Überzeugungen und zu verhärteten Fronten, mit allen negativen gesellschaftspolitischen Konsequenzen.

Was können wir tun, um die Welt unvoreingenommen zu betrachten, anstatt uns selbst zu bestätigen?

3 thoughts on “Warum wir uns selbst nicht trauen können

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