Oxford-Professor W.F. Lloyd (1883) beobachte folgendes Phänomen:  Pfarreien im mittelalterlichen England hatten gemeinsames Land, auf dem jedes Gemeindemitglied eine begrenzte Anzahl von Tieren weiden konnte. Wurde deren Anzahl niedrig gehalten, konnte das Gras ausreichend nachwachsen. Das funktionierte, solange sich alle an die Regel hielten. Gier und Egoismus veranlassten einige Bauern, die Zahl ihrer Tiere auf ein Niveau zu erhöhen, das das Land nicht mehr aushalten konnte. Dies brachte ihnen kurzfristig Vorteile, langfristig gab es jedoch zuwenig Gras und das gesamte Vieh wurde mangelernährt, was auch den gierigen Bauern schadete.

Psychologen und Ökonomen nennen das die Tragik von Gemeingütern: Nutzen wir eine gemeinsame Ressource langsamer, als sie wieder aufgefüllt wird, ist alles in Ordnung. Werden jedoch einige gierig, bricht das System zusammen und alle verlieren. Menschen neigen dazu, sich auf kurzfristige Vorteile zu konzentrieren. Überfischung, Umweltzerstörung und Verteilungsungerechtigkeit sind die Folgen. Was können wir dagegen tun?

Image by Rudy and Peter Skitterians from Pixabay.

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