Während der IWF für die Post-Corona-Zeit mit düsteren Wachstumsprognosen aufwartet, überschlagen sich Politiker mit Beruhigungsversuchen und Rettungsfonds. Da drängt sich die Frage auf, wie diese Milliarden-Hilfspakete finanziert werden, vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass den Staaten aufgrund zu erwartender Unternehmenspleiten und hoher Arbeitslosigkeit einiges an Steuereinnahmen wegbrechen wird?

Für mich stellt sich zunehmend auch die Frage, ob es wirklich einer Dystopie gleich kommt, wenn die Wirtschaft einmal nicht wächst? Erleben wir vielleicht sogar den Anbruch eines neuen Zeitalters, indem wir uns vom Wachstumsparadigma verabschieden? Braucht es nicht gerade jetzt Visionen für eine Gesellschaft, die nach der Krise nicht gleich wieder in ihren Konsumwahn zurückfällt? Finden wir eine Wohlstandsgrundlage, die nicht darauf basiert, dass alle immer mehr sinnloses Zeug konsumieren? Das würde in einer Welt, in der 0,001% der Weltbevölkerung mehr als 30% und 0,1% über 80% des weltweiten Finanzvermögens besitzen, aber auch einer neuen Verteilungsgerechtigkeit bedürfen sowie mutiger und visionärer Maßnahmen der Regierenden.

Was meint ihr dazu? Wer Lust auf eine pechschwarze Satire über Wachstumswahn, skrupellose Konzerne, die Arbeitswelt und die menschliche Unvernunft hat, dem wünsche ich bei meinem Roman Wer fürchtet sich vorm Sensenmann? viel Spaß und spannende Gedankenanstöße.

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